"Warum soll ich das lernen?
Die KI kann das doch eh."
Schülerinnen und Schülern fehlt nicht die Intelligenz, sondern die Perspektive. Während die Politik über Handyverbote diskutiert, hole ich die Jugend dort ab, wo sie ist. Ein Reality-Check zwischen digitaler Aufklärung und Technik-Workshop.
Die digitale Realität im Klassenzimmer
Sinnkrise durch KI
Hausaufgaben werden von ChatGPT erledigt. Der Wert von "eigenem Wissen" wird von der Jugend hinterfragt. Die Lernmotivation sinkt spürbar.
Die "Feed"-Falle
TikTok und Instagram Algorithmen binden extrem viel Aufmerksamkeit. Die Jugendlichen werden zu passiven Konsumenten statt zu aktiven Gestaltern ihrer digitalen Umgebung.
Wahrheits-Verlust
Deepfakes, Influencer-Meinungen und KI-Halluzinationen werden im Netz oft ungeprüft als Fakten übernommen.
Kein klassischer Lehrer. Sondern Praktiker.
Ich bin Digital Native und kenne den Sog von der Digitalen Welt nur zu gut. Ich habe aber auch gesehen, wohin echte Tech-Kompetenz führen kann: Vom KI-Studium (JKU) in die Technologieberatung (Deloitte) und zur Selbstständigkeit. Mein Ansatz kommt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Ich erzähle meine Geschichte und zeige der Jugend, dass Technik ein Werkzeug ist, um die Welt zu gestalten.

Die Module (Ab der 7. Schulstufe)
Ein flexibles Modul-System für die Sekundarstufe 1 und 2. Ideal abgestimmt auf das Pflichtfach "Digitale Grundbildung".
Aufmerksamkeits-Hacker
Die tägliche Nutzungsdauer von Smartphones ist hoch. Plattformen wie TikTok oder Instagram sind kostenlos, weil unsere Aufmerksamkeit das eigentliche Produkt ist. Die Algorithmen dieser Netzwerke sind darauf optimiert, uns möglichst lange am Bildschirm zu halten. In diesem Workshop blicken wir hinter die Kulissen der Aufmerksamkeitsökonomie.
- Wie funktionieren Empfehlungsalgorithmen?
- Warum fällt es so schwer, eine App einfach zu schließen?
- Welche Mechanismen nutzen Plattformen, um Gewohnheiten zu formen und was kann man tun
Der KI Checker – kritisch betrachtet
Künstliche Intelligenz schreibt Hausaufgaben, generiert Bilder und programmiert Code. Das führt oft zu der Annahme, die Maschine wäre allwissend. Doch was steckt wirklich unter der Haube von Systemen wie ChatGPT? Wir entzaubern die vermeintliche Magie und zeigen die fehleranfällige Realität der Technik.
- Was ist KI und wie lernt eine Künstliche Intelligenz wirklich?
- Warum "weiß" ein Sprachmodell eigentlich nichts, sondern berechnet nur Wahrscheinlichkeiten?
- Die Illusion der Empathie: Inwiefern kann eine KI ein Freund oder Seelsorger sein?
- Datenschutz: Was machen Unternehmen mit unseren Daten und was sollte man niemals mit einem Chatbot teilen?
- Was ist die Rolle von Vorurteilen, Kontrolle und Machtstrukturen?
Die Klasse testet die Systeme in Live-Experimenten auf ihre Schwachstellen. Die Jugendlichen lernen, gezielte Prompts zu schreiben und erkennen die technischen Grenzen. Wenn man versteht, dass KI (LLMs) ein statistischer Papagei ist, verschwindet das blinde Vertrauen.
Der Fake-Filter
Wer seine Informationen hauptsächlich über soziale Netzwerke und KI-Assistenten bezieht, stößt unweigerlich auf Desinformation. Die Fähigkeit, zwischen seriösen Quellen, KI-Halluzinationen und gezielten Deepfakes zu unterscheiden, ist heute eine absolute Kernkompetenz.
- Woran erkenne ich KI-generierte Bilder und manipulierte Videos?
- Wie überprüfe ich Behauptungen von Chatbots auf ihren Wahrheitsgehalt?
- Welche Werkzeuge helfen bei einem schnellen Faktencheck?
Anhand von Recherche-Challenges und konkreten Fallbeispielen aus dem Netz erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler ein mentales Schutzschild. Sie erproben Suchstrategien abseits von Social Media und entwickeln eine gesunde Skepsis gegenüber schnelllebigen digitalen Inhalten.
Kopf einschalten (Kognitive Souveränität)
Der bequemste Weg ist oft nicht der klügste. Wenn generative KI jeden Text auf Knopfdruck liefert, droht der Verlust der eigenen Ausdrucksweise und des kritischen Denkens. Die Jugendlichen müssen lernen, wann die Maschine hilft und wann sie schadet.
- Wie nutze ich KI als Sparringspartner oder Nachhilfelehrer?
- In welchen Situationen ist es besser, Aufgaben komplett selbst zu lösen?
- Wie formulieren wir faire Klassenregeln für den KI-Einsatz bei Schulaufgaben?
Im Dialog wird erörtert, warum der Weg zur Lösung oft wichtiger ist als das fertige Ergebnis. Die Klasse verfasst eine eigene Richtlinie, um kognitive Unabhängigkeit zu bewahren und den eigenen Wert in einer technologisierten Welt zu sichern.
Umfang, Format & Kosten
Flexibel, lehrplankonform und transparent.
Die Workshops sind als abgeschlossene Einheiten konzipiert und lassen sich ideal in den Stundenplan oder in Projekttage integrieren.
- Gruppengröße: Maximal 28 Personen
- Idealer Umfang: 3 Unterrichtseinheiten (3 UE / 135 Min. inkl. Pause). Dieser Zeitrahmen bietet den besten Raum für den Wechsel zwischen Input und Workshop Aufgaben. Alternativ ist eine Kompakt-Version in 2 UE (90 Min.) möglich.
- Zielgruppe: Mittelschule, AHS, BHS und Polytechnische Schulen (ab der 7. Schulstufe).
- Voraussetzung: Ein Beamer und Internetzugang im Klassenraum. Es sind keine technischen Vorkenntnisse der Schüler:innen erforderlich. Laptop, Tablett, Smartphone oder Computer sind von Vorteil aber nicht zwingend erfolderlich.
Pädagogischer Ansatz & Ablauf
Bewusster Umgang statt blinder Nutzung
Mein Ziel ist es, eventuellen Leistungsdruck oder die Angst vor Technologie zu nehmen und gleichzeitig einen hochgradig bewussten Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu vermitteln. Wir beleuchten beide Seiten der Medaille: Die enormen Vorteile als Lernwerkzeug genauso wie die versteckten Risiken. Es geht darum, echtes Verständnis aufzubauen. Kritisches und kreatives Denken bleiben zentrale Kernkompetenzen. Jedes Werkzeug ist am Ende nur so gut wie die Person, die es bedient.
Raum für Entwicklung
Ich vermittle den Schülerinnen und Schülern auch ganz klar: Es ist heutzutage völlig in Ordnung, nicht zu wissen, was man später beruflich machen möchte. Hauptsache, man experimentiert kritisch und selbstbestimmt mit den neuen Möglichkeiten.
Die Erarbeitung der jeweiligen Themen wird nach Absprache mit der Lehrperson exakt an die Bedürfnisse der Klasse angepasst. Gerne auf Deutsch oder Englisch.
Der Workshop umfasst:
- 1VorgesprächEin kurzes telefonisches Vorgespräch mit der Lehrperson zur inhaltlichen Abstimmung.
- 2Der Workshop2 bis 3 Schulstunden gemeinsam in der Klasse.
- 3NachgesprächEin kurzes Feedback (ca. 15 Minuten) für Beobachtungen.